Automatisierte Bestandsprüfung bei B+S Logistik: Drohne im Echtbetrieb

Wie sich Lagerprozesse mithilfe moderner Technologien effizient gestalten lassen, zeigt ein aktueller Einblick in den Standort Bremen der B+S GmbH Logistik und Dienstleistungen. Dort übernimmt erstmals eine autonome Drohne von doks.solution die Erfassung von Palettenstellplätzen und sorgt für transparente, jederzeit verfügbare Bestandsinformationen.

Im Hochregallager bewegt sich die Drohne vollständig autonom durch die Regalreihen. Ausgestattet mit Kameras und Sensorik erfasst sie Palettenstellplätze sowie die zugehörigen Bestandsinformationen auch in großen Höhen und schwer zugänglichen Bereichen. Die Bestandsprüfung erfolgt parallel zum Tagesgeschäft und kann ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs durchgeführt werden.

Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Pilotstandort Bremen ist die Drohne inzwischen auch in den Regionen West und Süd im Einsatz und eröffnet perspektivisch weiteren Standorten den Zugang zu dieser Technologie.

Aus Sicht des Technologiepartners steht dabei vor allem die Praxistauglichkeit im Vordergrund. „Die Lösung ist so konzipiert, dass sie sich nahtlos in bestehende Lagerprozesse integrieren lässt und im Echtbetrieb zuverlässig funktioniert”, erklärt Mike Becker, CTO von doks.solution.

Für B+S Logistik steht der konkrete Mehrwert im Arbeitsalltag im Fokus. „Im Lageralltag geht es für uns vor allem darum, jederzeit verlässliche Bestandsinformationen zu haben ohne zusätzlichen Aufwand“, sagt Marcel dos Santos, Prokurist & Regionalleiter Nord bei B+S Logistik. „Mit der Drohne schaffen wir mehr Transparenz im Lager und reduzieren Suchprozesse spürbar.” Der Einsatz der Drohnentechnologie unterstreicht damit den Anspruch von B+S, neue Technologien gezielt dort einzusetzen, wo sie Abläufe vereinfachen, Mitarbeitende entlasten und bestehende Strukturen sinnvoll ergänzen.

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Testphase gestartet: Lieferscheine digitalisieren

Ein Lieferschein beinhaltet viele relevante Daten, welche Güter müssen in welcher Anzahl an der vorgegebenen Adresse abgeliefert werden. In der Regel, werden dem Fahrer die Lieferscheine in Papierform ausgehändigt. Das Dokument muss dann in wenigstens zweifacher Ausfertigung mitgeführt werden und vom Kunden nach Übergabe der Ware gegengezeichnet werden. Anschließend reicht der Fahrer den Lieferschein in die entsprechende Fachabteilung zurück. Aber wie lässt sich dieser aufwändige Arbeitsprozess verkürzen?

Im Rahmen des aktuellen Projektes „Digitaler Lieferschein“, eine Kooperation von GS1 und BVL.Digital, an dem die Nagel-Group aktiv beteiligt ist, wurde im Zeitraum 23.08-17.09.2021 eine Testphase, an den Standorten Trebur, Groß-Gerau,Borgholzhausen und Reichenbach durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, eine Anwendungsempfehlung zu entwickeln die den Entfall des Papier-Lieferscheins und dessen digitale Ablösung in der Praxis ermöglicht. Die erste Testphase wurde erfolgreich abgeschlossen, die Auswertung läuft aktuell noch.

„Grundsätzlich können wir derzeit sagen, dass die Technik gut funktioniert hat und auch unsere Fahrer:innen sehr gute Erfahrungen mit dem digitalen Lieferschein gemacht haben. 68 Prozent der befragten Anwender würden die standardisierte Branchenlösung zur digitalen Abwicklung von Lieferscheinen gerne weiternutzen. “ sagt Florian Seffert (Head of IT-Innovation).

 

Vorteile des digitalen Lieferscheins auf einen Blick:

  • Ausdrucken und Übergabe von Lieferscheinen entfällt. Der benötigte Lieferschein ist immer mit dabei oder kann noch nachgesendet werden, auch wenn die Fahrer:innen sich bereits auf ihrer Tour befinden.
  • Reduktion des Verwaltungsaufwands dank der Digitalisierung der Ausdrucke
  • Reduktion möglicher Fehlerquellen, denn …

– die Daten müssen nur einmal eingegeben werden. Auch das spart wiederum viel Zeit.

– Lieferscheine gehen nicht mehr verloren oder kommen erste nach Tagen im Unternehmen an.

– Probleme oder Reklamationen können direkt übermittelt und es kann sofort reagiert werden.

  • Echtzeit Datenübermittlung

 

Durch ein PDF/A-3 besteht die Möglichkeit zur Einbettung von Dateiformaten. Das bietet einen wichtigen Vorteil, da sich so die Handhabung der Dokumente deutlich vereinfacht hat. „Derzeit arbeiten wir daran ein solches maschinenlesbares PDF/A-3 an die Anforderungen der Nagel-Group zu adaptieren. Oberste Priorität für uns ist es, einen sauberen Prozess zu schaffen, um eine unveränderbare und eindeutige Quittung bereitstellen zu können.“, sagt Martin Große Wächter (IT-Innovation).  Außerdem ermöglicht das maschinenlesbare PDF, dass alle relevante Daten für unsere Empfänger direkt in deren Warenwirtschaftssystem einfließen. Sowohl die Nagel-Group als auch Kunden und Empfänger könnten hierdurch enorm viel Zeit einsparen.

Bis zum Ende des Jahres soll feststehen wie der digitale Lieferschein aussehen muss, um einen reibungslosen Prozessablauf zu gewährleisten.